Railcars + Draiek
Dienstag, 09.02.2010, 21:30, footlooseshows

Aufgedrehtes Schimmern, Leuchten, Rauschen, Scheinen. Selten passten Plattencover derart gut zum musikalischen Inhalt. Bunte Städte, verdrehte Gebäude, merkwürdige Gestalten in glitzernden U-Booten, ein pittoresk überfrachtetes Gebastel aus Surrealismus, Jugendstil und sozialistischen Wandmosaiken. Und dahinter: zwei Typen von der Westküste hinter einem Salat aus Kabeln, Geräten, Tasten, Wirbeln, Schaltern und virtuellem Konfetti.

Melodien balgen sich um den besten Platz in der ersten Reihe vor und hinter sagenhaft verzerrtem Beatgeknirsche, das die Destination zwischen straight geradeaus und verdreht über die eigenen Füße stolpernd immer mal wieder ändert.

Übergeordnete Idee: Autorenn-Überholspur. Mit viel Kopfnicken. Und immer wieder schieben sich ebenso überaus verzerrte Gesangsmomente durch das flimmernd nebelartige Lärmen. Man stelle sich sowas vor wie eine hochkoffeinierte Variante von Casiotone For The Painfully Alone mit Megaphon und Kurzbesuchen von Animal Collective vor. Dann bitte Augen weit aufreißen. Lohnt sich. File under: Times New Viking, Wavves, Xiu Xiu, Former Ghosts, Handsome Furs

Draiek aus Strasburg lassen ihre instrumente psychedelisch klingen und brodeln in ihren Reagenzgläsern ein verrücktes Gemisch aus monotonie und alltag, in welches man eintaucht und anschließend warm und verschreckt in das geräuschebett hineingelegt wird.

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