Mobilisierungsveranstaltung zum NoBorder-Camp in Brüssel (27.09.-03.10.)
Dienstag, 14.09.2010, 19:30, Information

Ende des Monats wird es in der eutopäischen Hauptstadt ein internationales NoBorder-Camp geben. Heute soll es letzte Informationen zum warum und wie wir in Brüssel ein starkes Zeichen gegen die Festung-Europa setzen werden.

Das NO BORDER CAMP in BRÜSSEL steht in der Tradition der No Border Camps, die seit den 90er Jahren in der ganzen Welt organisiert werden. Weder normativer Rahmen noch Organisation, ist das No Border Camp vor allem ein Treffen, ein Ort an dem verschiedene Kämpfe zusammenkommen, für ein Ende des Systems der Grenzen, das uns alle trennt.

Wie in Calais oder auf Lesbos in 2009, wird es darum gehen, einen provisorischen autonomen Raum zu schaffen: einen Ort zum Austauschen von Erfahrungen, Fähigkeiten, Informationen und Analysen...; einen Ort zum leben, diskutieren und reflektieren; eine Basis für Aktionen zu Grenzen, Migration und dem Recht, sich frei zu bewegen und zu leben, wo mensch will.

UNSERE BASISFORDERUNGEN?

- Kein Mensch ist illegal!
- Weder Grenzen noch Nationen!
- Gleiche Rechte für alle!
- Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit!
- Gegen autoritäre und kapitalistische Systeme, die Flucht, Krieg und Elend verursachen.

Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2010 wird Belgien den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehaben. Als Hauptstadt Europas ist Brüssel ein Symbol für die Umsetzung der europäischen (Anti-)Migrationspolitik. Seit über zehn Jahren versucht die Europäische Union, MigrantInnen den Einlass zu verwehren und eine wahre Festung Europa zu errichten. Sie verstärkt auf diese Weise noch die Repression (Illegalisierung, Razzien, Einschliessung und Abschiebung von Illegalisierten), die der belgische Staat und die anderen EU-Mitgliedsstaaten bisher sowieso schon ausübten. So rüstet sich die EU mittels ihrer Agentur FRONTEX mit Grenztruppen, Helikoptern und Schiffen auf, und externalisiert ihr Grenzregime nach Asien und Afrika, indem sie nun verschiedene Staaten, von der Ukraine bis Marokko, dafür bezahlt, an ihrer Stelle Migrations—Prävention- zu betreiben. Wir wollen diese (Anti)Migrationspolitik durch die Organisation eines No Border Camps in Brüssel in Frage stellen.

www.noborderbxl.eu.org

Aktueller Koraktor
Koraktor November 2017 (PDF)
26.11.2017, 15:00
Café Libros
29.11.2017, 20:00
Punker*innenkneipe
30.11.2017, 20:00
Wieviel Repression verträgt eine Demokratie?