Zur Situation der Schattenparker

2 ½ Jahre lang wurden die „Schattenparker“ auf dem Obi-Campus-Gelände geduldet. Die WagenbewohnerInnen haben sich während dieser Zeit intensiv um einen dauerhaften Wagenplatz bemüht, sind aber bei der Freiburger Stadtverwaltung bestenfalls auf eine Hinhaltetaktik gestoßen. Obwohl die Schattenparker das am 25.11. für eine Nacht symbolisch besetzte Gelände der Firma Rhodia zum vereinbarten Zeitpunkt freiwillig verlassen haben, wurde ein völlig überzogenes Polizeiaufgebot aufgefahren, außerdem hat sich die Polizei an keine der getroffenen Absprachen gehalten. Spätestens seit diesen Ereignissen ist deutlich geworden, dass die Freiburger Stadtverwaltung einen Wagenplatz mit allen Mitteln verhindern will. Statt dessen zielte der Einsatz von vornherein darauf ab, die WagenbewohnerInnen zu schikanieren und zu verhaften sowie Wägen unter fadenscheinigen Vorwänden stilllzulegen oder zu beschlagnahmen. Mit Entsetzen weist die KTS die Wunschvorstellungen des OB-Büros der „offenen“ Stadt Freiburg zurück, die Schattenparker mögen aus der Stadt verschwinden „am besten nach Spanien“ oder sich gleich ganz „in Luft auflösen“.

Da klar ist, dass sich die WagenbewohnerInnen weder in Luft auflösen werden, noch mit ihren ca. 34 Wägen auf die 3 zur Verfügung gestellten Stellplätze auf dem Wagenplatz Eselswinkel passen, besteht die einzig akzeptable Lösung in einem dauerhaften Wagenplatz - in Freiburg und zwar sofort! Der Versuch der Stadt, die Schattenparker zu Beginn des Winters aus ihren Wohn- und Freiräumen zu vertreiben, provoziert in der KTS Wut und Widerstand.

Die KTS solidarisiert sich mit den Forderungen der Schattenparker und fordert die Stadtverwaltung auf, alle bisher eingeleiteten Strafverfahren einzustellen.

Darüber hinaus fordert die KTS:

  • Einen neuen Wagenplatz innerhalb der Freiburger Stadtgrenzen!
  • Keine Behinderung bei privater Platzanmietung durch Androhung von finanziellen oder juristischen Konsequenzen für den Vermieter!
  • Eine Übergangsregelung bis ein neuer Platz ausgehandelt bzw. gefunden ist.
  • Keine Festnahmen, Stadtverweise oder Beschlagnahmungen der Fahrzeuge!
  • Akzeptanz und Entkriminalisierung alternativer Lebensformen, anstatt Ausgrenzung und Vertreibung!

Für mehr Freiräume - in Freiburg und anderswo!

Die KTS unterstützt den Aufruf zur Demo am Freitag, den 2.12. Kommt zahlreich um 17 Uhr ans Stadttheater.

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