VoKü und Filmpremiere: Aurora - A Dream of Liberation (abgesagt, siehe unten)
Mittwoch, 20.03.2013, 19:30, Film und VoKü

Nach der Vokü, die diesmal pünktlich beginnt, gibt es eine Filmvorstellung im Café der KTS, zu der die Antispeziesistische Aktion Freiburg und weitere herzlich einladen: Aurora - A Dream of Liberation, ein Film des Regisseurs Piercarlo Paderno wurde abgesagt! Statt dessen wird der Film Bold Native gezeigt. Danach gibt es Krach und Gesöff in der Punker_innenkneipe.

Eine kurze Stellungnahme und weitergehende Information:

Aufgrund von von Mitgliedschaften von mindestens eines arstelleenden in "100% Animalisti", einer rechtsoffenen Tierrechts-Gruppe, und deren Verstrickungen zur rechtsextremen "Forza Nuova", sowie aufgrund des Ausspruchs des Produzenten Piercarlo Paderno gegen eine linke, politische und herrschaftskritische Tierbefreiungsbewegung, haben wir beschlossen es den italienischen Genoss_innen gleich zu tun, den Film zu boykottieren und die Filmpremiere abzusagen. Für uns ist das zunächst eine selbstverständliche Reaktion auf die schwer zu durchschauene Situation der Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung in Italien, bei der rechte Anknüpfungsversuche an die Bewegung leider alltäglich wie auch schwer nachzuvollziehen sind.

Als Ersatzfilm zeigen wir Bold Native, ein Film der Tierbefreiung ebenfalls als Thema hat und dem im Gegensatz zu Aurora keine Verstrickungen zur rechten bis rechtsradikalen Ansichten nachgesagt werden können. Dennoch möchten wir an eine differenzierte und reflektierte Betrachtung des Filmes appellieren. Auch wenn wir den Sinn und Zweck dieses Filmes voll und ganz nachvollziehen können und den auch gänzlich unterstützen, wollen wir nicht von einer Kritik der Darstellungsweise von Tierbefreiungsaktivismus absehen. Zweifelsohne wird Aktivismus hier als Heldentat männlicher Idole dargestellt, die den Aktivismus dominieren würden. Außerdem wird unser Erachtens ungenügend auf die Folgen der Repression eingegangen, da solch ein Aktivismus als Terroristischer Akt gewertet wird, oft genug als solches geahndet wird und leider auch solidarische und persönliche Beziehungen in die Brüche gehen und mehr manchmal selbst gegeneinander ausgesagt wird. In dem Film wird Aktivismus beschönigt dargestellt um "die Breite Masse" anzusprechen, für die Thematik der Tierbefreiung zugänglich zu machen und bedient sich dabei dementsprechender filmischer Methoden, die kritisch zu betrachten sind.

Nach der Filmvorführung wollen wir Raum zur Diskussion geben, um den Film wie auch die genannten Kritikpunkte (oder auch weitere) zu diskutieren.

In dem Sinne: Animalisti? Antifascisti!

freiburg.antispe.org

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