Heraus zu den Actionday(s*) für Sand im Getriebe

Die Suche nach der Lösung ist eine Farce

Seit Jahren verschärft sich die städtische Haltung gegenüber den Wagenburgen, obwohl es einen manifesten Bedarf dafür gibt. Spätestens während der im Sommer 2011 mit Polizeigewalt gelösten Auseinandersetzung um Kommando Rhino wurde klar, dass die bisher ausgewiesenen Flächen, u.a. der Schattenparker, keine ausreichende Lösung für die wachsende Wagenszene darstellen könne. Nun soll das Zusammenpferchen von Freiburgs Wägler*innen als politische Lösung vermarktet werden.

Das einzige Angebot worauf die Stadtverwaltung eingehen will ist ein viel zu kleines 400m² umfassendes Grundstück. Um das zu verwirklichen arbeitet sie mit Druck und Erpressung. Die direkt betroffene Gruppe der Schattenparker wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und die Herrichtung des Platzes würde eine Ewigkeit dauern.

Wenn das „Angebot“ nicht angenommen wird, droht laut Gesetz noch immer die Verschrottung, sollte es keine „vorzeigbare“ Fläche geben. Selbst dicht gedrängt passen auf das Grundstück höchstens 10 Wagen. Hier spielt die Stadt auf eine Spaltung der Gruppe, denen zudem 33.000 Euro für die 6-monatige Verwahrung drohen.

Das darf nicht unbeantwortet bleiben!

Die Entrüstung ist groß. Bundesweit regt sich Widerstand gegen OB Salomon, die Stadtverwaltung und das Ordnungsamt. Es gab zahllose Solidaritätserklärungen von Wagenplätzen, Freiräumen, Gemeinderäten, Einzelpersonen und Gruppen. Leute organisierten Besuche von Grünen Parteifilialen in Mainz, Berlin, Lüchow/Dannenberg, Bremen, Leipzig und Braunschweig, sowie Demonstrationen und Aktionen in Köln, Brandenburg und Tübingen.

In Freiburg ist auch einiges gelaufen. Zahlreiche Demonstrationen mit bis zu über 400 Teilnehmer*innen, Sleep-Out vor und im Rathaus, eine Wasserschlacht, ein Konzert auf der Wilhelmstraße und eine Küche für Alle vor dem Stadttheater. Es gab mehrere Ausstellungen mit Vortrag und eine Filmvorführung im Kommunalen Kino, zahlreiche Tage des offenen Wagens auf dem Augustinerplatz und auf dem Herz-Jesu Kirchplatz. 150 Linke besetzten einen potentiellen Wagenplatz in Hochdorf. OB Salomon wurde feierlich eine „Säule der Intoleranz“ verliehen, Aktivist*innen organisierten eine symbolische Besetzung von 400m² mit 5½ Wagen vor dem Rathaus und große Mengen von ausgekippten Sand begleiteten die letzten Monate.

Selbst innerhalb der Grünen stößt die Unterdrückung Sand im Getriebes auf Unmut. In Berlin haben 95 Grüne Delegierte auf der Landeskonferenz einen offenen Brief an Salomon unterschrieben auch im hiesigen Gemeinderat gibt es mittlerweile wenig Verständnis für die repressive Linie der Stadtverwaltung gegenüber Wagenplätzen.

Den Druck erhöhen!

Dieser Kampf für einen neuen Wagenplatz wird sich noch hinziehen und wir freuen uns über breite Unterstützung.

Diese grün-gewaschene Stadt, die sich als „alternativ“ und „tolerant“ vermarktet lässt uns keine Wahl: Auf die Straßen und Plätze zu gehen und für’n Wagenplatz zu fighten. Noch immer sind Sand im Getriebe obdachlos und noch immer werden intelligente Lösungen verhindert. Noch immer fehlen viele tausend Quadratmeter sinnvolle Quartiersentwicklung in dieser Scheißstadt!

Am 17. Oktober um 21.00 gib es letzte Informationen zu den Actionday(s*) für Sand im Getriebe

Zeigen wir am 18. Oktober in Freiburg und überall, mit selbstorganisierten Aktionen unsere Solidarität!

Weitere Informationen:

sandimgetriebe.noblogs.org

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