Autonome Freiräume verteidigen – Solidarität mit der Liebig 34!
Solierklärung vom 29.07.2019

Am Samstag, den 20. Juli 2019, wurde das feministische Hausprojekt Liebig 34 in Berlin von Bullen überfallen. In dem Teil des Hauses, in dem der Raubzug offiziell vom Gericht genehmigt war, verhielten sie sich wie an einem Tatort: Sie nahmen Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Alltagsgegenständen auf und beschlagnahmten eine ganze Reihe davon, darunter auch Kippenstummel. Quer durch das Haus zerschlugen sie – Beschlüsse hin oder her – Fenster, warfen Möbel um, rissen Poster von den Wänden, schnitten Internetkabel durch.

Zahlreiche Räume sind in Berlin aktuell räumungsbedroht. Die Berliner Polizei – deutschlandweit bekannt für ihre Naziskandale (1 2 3) – führt in der Hauptstadt schon seit vielen Jahren einen erbitterten Kampf gegen Ungehorsame: Stichwort Gefahrengebiet und Kiezbelagerung, Drohbriefe, Hausdurchsuchungen, Inhaftierungen, Observationen, DNA-Entnahmen.

Autonome Räume und Kämpfe haben sich und werden sich aber nicht kleinkriegen lassen! Die Solidarität mit den gerazzten Genossinnen ließ nicht auf sich warten: Solidarische Menschen antworteten auf den Überfall mit Feuerwerk, Steinen und Farbe, Barrikaden wurden errichtet, UnterstützerInnen kamen nach der Razzia vorbei, um kaputte Infrastruktur zu reparieren. Auch in den folgenden Tagen wurde die Bullenoffensive sowohl von öffentlicher, als auch von klandestiner Solidarität beantwortet (1 2 3 4).

In einer Welt, wo für die Freiheit zu kämpfen ein Verbrechen ist, ist die Unschuld das Schlimmste, was uns passieren kann.
Wir wünschen unseren Berliner Genossinnen alles Gute, gebt nicht auf!
Gemeinsam sind wir stark!

KTS Freiburg

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Koraktor Juni 2021 (PDF)
Kriminell sind die Ermittlungsbehörden – Freiheit für die Angeklagten von Bure!

Anfang Juni wird die Anklage der französischen Justiz wegen Bildung einer „kriminellen Vereinigung“, Beteiligung an illegalen gewaltsamen Versammlungen und Besitz von angeblichen „Sprengmitteln“ gegen sieben Atomkraftgegner·innen in Bar-le-Duc (Meuse – Dept. 55) verhandelt. Vom 1. bis 3. Juni wird zur Prozessbegleitung mobilisiert und dazu aufgerufen CIGEO („Industrielles geologisches Tiefenendlager“) den Prozess zu machen. Es sind zahlreiche kreative Aktionen und kritische Versammlungen bei den Justizgebäuden in der Oberstadt geplant.

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