Presseerklärung zum D.I.Y

Zur Zeit findet in Freiburg das do-it-yourself-Festival statt. Hierbei handelt es sich um eine kulturelle und politische Veranstaltung, zu der Menschen aus ganz Europa angereist sind, um sich auszutauschen und alternative Lebenskonzepte zu entwickeln. Die KTS ist zwar nicht die Organisatorin, unterstützt das Festival aber unter anderem dadurch, dass sie ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli kam es in der Basler Straße zu Konflikten mit der Polizei. Ausgelöst wurden diese durch die Festnahme eines mutmaßlichen Graffitisprayers. Die unverhältnismäßig rabiate Aktion der Polizei hatte das Eingreifen von TeilnehmerInnen des Festivals zur Folge. Daraufhin kam es zu Auseinandersetzungen, die durch das unüberlegte Vorgehen der Polizei eskalierten. Im weiteren Verlauf wurden nach Angaben der Polizei zwei Einsatzwagen beschädigt und ein Polizist verletzt. Grundsätzlich findet die KTS es richtig, wenn Menschen bei unangemessenem Verhalten der Polizei einschreiten, allerdings sollte dies in einer adäquaten Form stattfinden. Schon im Vorfeld des Festivals wurde in einer Pressemitteilung geschrieben, dass "gewalttätige Aktionen nicht geplant und nicht erwünscht sind". Dies gilt nach wie vor.

Allerdings erwarten wir auch von der Polizei ein Verhalten, das eine friedliche Durchführung des Festivals ermöglicht. Dass die KTS durch ein massives Aufgebot der Polizei belagert wurde, dass BesucherInnen die KTS nicht oder nur nach Abgabe der Personalien verlassen durften sowie das provokative Auftreten der Polizei war dem keineswegs förderlich, im Gegenteil. Zu keinem Zeitpunkt ging die Polizei auf Gesprächsangebote ein, vermittelnde Personen wurden abgewiesen. Wir hoffen, dass die Workshops, Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Aktionen und Konzerte in den nächsten Tagen ohne weitere Zwischenfälle verlaufen und das Festival in der vorgesehenen friedlichen, kreativen Form stattfinden kann.

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