Solidarität mit den Strassenpunx

Eigentlich wollten wir mit diesem Schreiben die Strassenpunx zu ihrem neuen Wagenplatz „Babylon“ an der Munzingenstraße beglückwünschen. Doch leider wurde der Platz 4 Tage nach seinem Entstehen von der Polizei geräumt. Wiedereinmal wurden Wägen beschädigt und beschlagtnahmt, wieder sind die Strassenpunx obdachlos und müssen nun unter der Brücke schlafen.

Vorausgegangen war eine jahrelange Oddysse aus Brückenbesetzungen und Räumungen, Häuser- bzw. Platzbesetzungen und Räumungen. Zuvor wohnten die Strassenpunx auf dem alten Schießplatz, wo sie am 15. Februar von einem Großaufgebot Bullen geräumt wurden. Am 24. März besetzten die Strassenpunx ein Gelände an der Munzingerstraße um dort endlich einen Platz zum selbstbestimmten Wohnen und Leben zu haben. Am 27. März rückte schon das Räumkommando an. Dabei wurden die Wägen zum Teil schwer beschädigt, zum Beispiel eine Scheibe eingeschlagen. Anschließend wurden die Wägen mitsamt dem Eigentum beschlagnahmt.

Die Stadtverwaltung duldet nicht einmal, dass die von ihr obdachlos gemachten Menschen auf ihr Problem aufmerksam machen und verbot die Mahnwache am Platz der alten Synagoge. Mündlich wurde ihnen mitgeteilt, dass sich auf unbestimmte Zeit kein Punk an diesem Platz mehr aufhalten dürfe. Drei Tage lang wurde der Platz der alten Synagoge von der Polizei bewacht.

Die KTS unterstützt die Strassenpunx auf der Suche nach einem neuen Platz.

Wiedereinmal: Sofortige Herausgabe der Wägen!

Für einen Wagenplatz für die Strassenpunx!

Nie wieder Räumung!

KTS Montagsplenum, 2. April 2007

August 2021 :

Nichts in diesem Monat

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Aktueller Koraktor
Koraktor Juni 2021 (PDF)
Kriminell sind die Ermittlungsbehörden – Freiheit für die Angeklagten von Bure!

Anfang Juni wird die Anklage der französischen Justiz wegen Bildung einer „kriminellen Vereinigung“, Beteiligung an illegalen gewaltsamen Versammlungen und Besitz von angeblichen „Sprengmitteln“ gegen sieben Atomkraftgegner·innen in Bar-le-Duc (Meuse – Dept. 55) verhandelt. Vom 1. bis 3. Juni wird zur Prozessbegleitung mobilisiert und dazu aufgerufen CIGEO („Industrielles geologisches Tiefenendlager“) den Prozess zu machen. Es sind zahlreiche kreative Aktionen und kritische Versammlungen bei den Justizgebäuden in der Oberstadt geplant.

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