Solidaritätserklärung der KTS mit den Straßenpunx

Die Geschichte der Freiburger Straßenpunx ist geprägt von Bevormundungen, Vertreibungen und Zerstörung ihres Eigentums. Ansätze von selbstorganisiertem Leben wurden wiederholt unterdrückt und die Straßenpunx stattdessen in Baracken gepfercht, die sie auch noch teuer bezahlen mussten. Die wenigen persönlichen Habseligkeiten der Straßenpunx wurden schon mehrmals im Auftrag der Stadt auf den Müll geworfen und ihre Wägen demoliert. Selbst von ihren Schlafplätzen unter Freiburger Brücken wurden sie vertrieben. Die Stadtverwaltung verschanzt sich hinter einer zynischen Verweigerungshaltung. Gespräche zwischen Straßenpunx und Stadt sind von der Stadt ohne Begründung abgebrochen worden.

Mitte September 2006 haben die Straßenpunx das Alte Schießplatzgelände in der Hermann-Mitsch-Straße nach Aufenthalt im Laubenweg, Wagenplatz Ponyhof und unter der Leo-Wohleb-Brücke wiederbesetzt und somit wieder einmal einen Ort gefunden, an dem sie leben können und wollen. Doch die Stadtumstrukturierung nimmt ihren Lauf und in ihrem Sinne soll nun auch der Waldstreifen an der Hermann-Mitsch Straße dem Erdboden gleichgemacht und die BewohnerInnen vertrieben werden. Einzig eine Unterbringung im Obdachlosenheim wurde den Punx von der Stadt als “Alternative” angeboten, obwohl sie nicht obdachlos waren. Sie sind jetzt wieder auf der Suche nach einem Platzan dem sie selbstbestimmt leben können.

Während Wohnraum allgemein teurer wird, unterdrückt die Stadt Leute, die Initiativen für bezahlbaren Wohnraum und selbstbestimmtes Leben ergreifen. Häuser werden zerstört um Luxus-Wohnparks, Messeparkplätze und Möbelzentren zu ermöglichen – eine am Geldbeutel der BewohnerInnen orientierte Stadt schließt zunehmend Menschen aus die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind und versucht diese zu verdrängen.

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen der Straßenpunx nach einem selbstverwalteten Wagenplatz und wehren uns gemeinsam gegen die Vertreibungs- und Ausgrenzungspolitik der Stadt Freiburg.

Einstellung aller Verfahren! Herausgabe aller Wägen! Die Stadt gehört ALLEN! Für einen dauerhaften, selbstbestimmten Wagenplatz!

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