PM: Klimaschutz braucht mehr – wir stellen uns quer!

„Unser Ziel war es, exemplarisch an dieser Tankstelle den alltäglichen Energie-Verbrauch für eine Zeit zu unterbrechen und aktiv in den Lebensalltag der Leute zu intervenieren. Wir wollten die Leute schon auch mit ihrem eigenen Energie-Verhalten konfrontieren und auf Alternativen hinweisen - ohne allerdings moralisierend oder bevormundend zu sein. Die Reaktionen reichten von verstört und aggressiv bis erstaunlich gelassen und verständnisvoll“, so ein Teilnehmer der Aktion.

Das Motto: Klimaschutz braucht mehr - wir stellen uns quer, war auch eine Anspielung auf die Marketingartigen Initiativen der Licht-aus und Licht-an -Gruppen. "Wir wollten mit dieser Aktion einen Kontrapunkt setzen und demonstrieren, dass es widerständiges Handeln braucht, um substanzielle Veränderungen durchzusetzen. Und zwar nicht mitRegierungen und in kritischer Berater- und Mahnerfunktion zu dieser, sondern gegen Regierungen und in unversöhnlichem Gegensatz zu dieser."

In dem Flugblatt, was verteilt wurde, heißt es: „Mit dieser Aktion wollen wir in Frage stellen, dass das Klima auch nur einigermaßen in der Balance gehalten werden kann, wenn wir so weiterfahren wie bisher. Nicht nur mit dem Auto, sondern mit unserer gesamten Lebensweise, die von unserer auf Profitmaximierung und ständigem Wirtschaftswachstum ausgerichteten Ökonomie geprägt ist. Sie hat zu einem nie dagewesenen gigantischen Verbrauch an Ressourcen dieser Erde geführt. Diesen Verbrauch und die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle, Uran, Gas etc. müssen wir drastisch zurückfahren.

Die internationale Diskussion über Klimaschutz bewegt sich in rein marktwirtschaftlichen Bahnen. Als Ausweg aus der Misere wird auf neue effizientere Technologien sowie auf das Entstehen neuer Marktsegmente gesetzt (siehe z.B. Agrosprit). Wir hingegen sind davon überzeugt, dass (Markt-) Wirtschaft und Regierungspolitik nicht die Lösung bringen, sondern Teil und Ursache des Problems sind.“

Als Beispiele für die Widersprüche zwischen regierungspolitischer Aussendarstellung und ihrem Handeln wird angeführt, dass die G8-Staaten im Juni in Heiligendamm den Klimaschutz zu ihrem großen Anliegen machen aber einen Monat vorher auf dem EU-USA-Gipfel in Washington die Liberalisierung des Luftverkehrs (Open-Sky-Luftverkehrsabkommen) beschliessen. Von diesem Abkommen erhofft sich die EU-Kommission eine Steigerung der transatlantischen Passagierzahlen in den kommenden fünf Jahren um mehr als 50 % (!) Oder dass die vier mächtigen Energiekonzerne: EnBW, EON, RWE, Vattenfall sich in ihrer groß angelegten Image-Kampagne außergewöhnlich für den Umwelt- und Klimaschutz engagieren aber in den nächsten Jahren den Bau von insgesamt 24 Kohlekraftwerken planen, die geschätzte 140 Millionen Tonnen (!) C02 pro Jahr ausstoßen würden.

„Unser Anspruch war, einen Anfang zu machen. Das ist uns mit dieser Tankstellen-Blockade gelungen. Jetzt geht es mit dem Aufbau von regionalem Widerstand gegen Kohlekraftwerke und Klima-Camp im Sommer 08 weiter“ Es entsteht eine neue Klimabewegung. Die BlockiererInnen verliessen zufrieden den Ort.

Klimaschutz braucht mehr – wir stellen uns quer!

ausführlicher Artikel auf indymedia

Videoclip (4:31 min)

Klima Aktionsgruppe Freiburg
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