Café Revolté
Mittwoch, 27.02.2008, 20:00, Vokü + Film

Wir starten diesen Abend mit einem warmen Essen. Danach schlagen wir ab 21 h eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. In Vorbereitung auf den Aktionsmonat "Zusammen die Utopie leben ..." zeigen wir den Film "Die Utopie leben" (E, CH 1997; 95 Min.). "Ein inspirierender Film über die anarchistische Revolution in Spanien. Mit historischen Aufnahmen und Zeitzeugen wird uns ein Einblick in die Geschichte der anarchistischen Bewegung gegeben. Der Film zeigt die Vielfalt der Ideen, ihre Umsetzung und das Funktionnieren einer kollektiv selbstverwalteten Gesellschaft. Am 19. Juli 1936 besiegen die Menschen von Barcelona, schlecht bewaffnet, aber mit ungeheurem Kampfeswillen, das putschende Militär. Sie kämpfen nicht nur gegen Francos Militär, sondern auch für die soziale Revolution. Millionen glauben an die Ideale des Anarchismus und setzen diese um. Trotz ihrer Niederlage bleibt den RevolutionärInnen von 1936 die Erinnerung an einen der unglaublichsten Augenblicke der Geschichte erhalten. Von ihren GegnerInnen wird die libertäre spanische Revolution jedoch bis heute totgeschwiegen oder verunglimpft. Im Dokumentarfilm kommen die ProtagonistInnen von damals zu Wort, erzählen von ihrer Geschichte, ihren Idealen und Hoffnungen, ihrem Einsatz und ihrem Leid in der Niederlage." (Aus der Ankündigung im Koraktor 7/2004) "Interessant an diesem Dokumentarfilm ist vor allem, dass es nicht darum geht, irgendwelche Daten herunterzuleiern. Stattdessen berichten die ZeitzeugInnen sehr begeistert von dem, was sie einst geschaffen haben. Das macht den Film nicht nur für AnarchistInnen interessant. Die drei Jahre 1936-1939 werden von den meisten Mitgliedern der CNT als Beweis betrachtet: Man hat der Menschheit gezeigt, dass man auch ohne Regierung und Chefs leben kann, vor allem sehr viel besser, denn Hungersnot und Unterdrückung wurden von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft, die starken Rückhalt in Spanien besaß, abgeschafft. Dieser Film ist geradezu ein 95-minütiger Hoffnungsschimmer, nicht nur für SozialistInnen. Und gerade das macht ihn sehr interessant, genau dadurch unterscheidet er sich von anderen Dokus." (Schwarze Katze Filmbesprechung)

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