Repression und Folter in Mexiko - Film und Vortrag
Samstag, 08.11.2008, 19:00

Film: Romper el Cerco - Die Belagerung durchbrechen

San Salvador Atenco im Mai 2006: Zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen spitzt sich der Konflikt um Land und Rechte zwischen der zivilen Bevölkerung und der mexikanischen Regierung zu. Mehrere Tage herrscht ein Ausnahmezustand: Märkte werden von der Polizei gestürmt, Zufahrtsstraßen von den Bevölkerung blockiert, es kommt immer wieder zu heftigen Zusammenstößen zwischen der empörten Bevölkerung und den Regierungstruppen. 3.000 Einsatzkräfte dringen mit grausamer Brutalität in die Stadt ein. Das Ergebnis sind zwei Tote, mehrere Schwerverletzte, fast 300 Verhaftete, verwüstete Wohnungen, Vergewaltigungen, Folter und Menschenrechtsverletzungen, die an die lateinamerikanischen Diktaturen der 70er Jahre erinnern. „Romper el cerco“ - Film von Canal 6 de Julio und Promedios, 47 min, Sp. mit dt. Untertiteln

Veranstaltung mit Norma A. Jiménez

Zwei Jahre nach dem brutalen Polizeieinsatz geht die Repression des Staatsapparates weiter. Protestierende werden zum Teil zu Haftstrafen von über 100 Jahren verurteilt. Polizisten und Staatsbeamte, die brutal zuschlugen, vergewaltigten, folterten und mordeten oder dies anordneten, wurden dagegen bis heute nicht zur Verantwortung gezogen. Norma A. Jiménez ist Opfer der Polizeigewalt in Atenco. Bei der Demonstration im Mai 2006 wurde sie verhaftet, sexuell gefoltert und nach einem Jahr Gefängnis ohne Haftbefehl, Anklage oder Verurteilung wieder frei gelassen. Doch sie lässt sich nicht einschüchtern und kämpft gemeinsam mit AnwältInnen, Kollektiven und Menschenrechtsorganisationen für Gerechtigkeit und Freiheit aller politischen Gefangenen. Sie und zwei weitere Aktivisten vom Anarchist Black Cross - einer Organisation für die Unterstützung politischer Gefangener - erzählen von ihren Erfahrungen.

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