Veranstaltungen Februar 2007
Die Party
Freitag, 02.02.2007, 20:00, Film, Konzert und Party

Man munkelt!!! Und zwar dass an diesem Abend die Party des Jahunderts steigen soll. Aber wer weis das schon? Aber bevor wir zum abfeiern kommen, werden wir euch ein schönes Schmankerl präsentieren(um 20 Uhr)und zwar den Spielfilm "La Haine (dt. der Hass): Fast ein ganz normaler Tag 3er Jugendlicher in einer klassischen Pariser Vorstadt. Doch was passiert wenn ein Kumpel durch staatliche Gewalt sterben muss? Eine Gesellschaft die sich im freiem Fall befindet, der Aufprall naht, doch was sagt die Masse? "Bis hier ist ja alles gut gegangen".

Ab 22 Uhr geht’s dann richtig los, zuerst wird die Punk Combo Erdgeschoss euch so richtig einheizen. Als zweites werden die in Freiburg schon relative bekannten Jungs von Square Garden ihren spaß-Rock mit experimental einfluß dabieten. Als letzte Band des Abends spielt Das Letzte. Diese Band aus Freiburg macht Kick-Ass-Punkrock. ..Anschließend wird im großen Raum der Schallplattenunterhalter Roy euch mit feinsten Schlager Hits aus der Konserve zum Tanzen bringen. Danach gibt’s feinste 80er Jahre Pop mit der Freiburger Lokalberühmtheit Yoko Tsuno. Und in der Kneipe werden euch die DJs Jonny C., Knut Knoll und Mad Bastard Punkrock vom feinsten um die Ohren schlagen. Es ist nicht nur ne klasse Party, dass ganze hat auch noch einen guten Zweck. Es ist eine Soliparty für das linke Zeitungsprojekt Sisyphos. Wer eine unserer bisherigen Ausgaben schon in der Hand hatte wird schon einen Eindruck davon haben, was wir für ein Projekt sind. Wir sind eine linke Zeitung die von einigen Jugendlichen aus Freiburg und dem Umland gemacht wird. Wir verstehen uns nicht als Sprachrohr irgendeiner politischen Gruppe oder Parteien. Wir sind ein offenes Projekt in dem wir über verschiedene Themen schreiben die uns interessieren. Es gab zum Beispiel in der letzten Ausgabe einen eher historischen Text zum spanischen Bürgerkrieg und ein Interview zum Schulstreik in Berlin. Auch wenn wir ein relatives pluralistisches Projekt sind, eint uns dass wir den Versuch unternehmen wollen an der heutigen Gesellschaft eine radikale Kritik zu üben. So lehnen wir Staat, Kapital, die deutschen Zustände und den ganzen anderen Scheiß ab.

Da wir die Zeitschrift meistens umsonst weitergeben, brauchen wir das Geld von der Party um den Fortbestand unsres Projektes zu sichern.

DIE LANGE HOFFNUNG
Samstag, 03.02.2007, 18:00, Ausstellung und Film

ab 18 Uhr Ausstellung ab 20 Uhr Film: DIE LANGE HOFFNUNG Mit Clara Thalmann und Augustin Souchy in Spanien ein Film der Medienwerkstatt Freiburg BRD 1984, 90 Min.

Der Film beginnt, wo andere über die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Die Filmemacher begleiteten sechs Wochen lang Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an der Kollektivierung der anarchistischen CNT, „der einzigen sozialen Revolution von unten“ teilgenommen haben. Bauern, Tagelöhner, Handwerker und Arbeiter kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige Staatsaktion, sondern eine Revolution, ausgelöst von Anarchosyndikalisten und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit einer Million Mitglieder die bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte. Clara und Augustin treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen, Alter und Krankheit. Und doch verkörpern beide ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischer Bewegungen der 80er Jahre. Eine Reise hat ihre eigene Dynamik: Zufällige Begegnungen entstehen, längst Verschüttetes wird hochgespült, und feste Einschätzungen werden mit einer anderen Realität konfrontiert. Die einen erzählen begeistert von damals, von der Kollektivierung, und ein paar Frauen erinnern sich nur an die Arbeit. Oder Augustin und Clara geraten ins Streiten, wie es nun war, und ob die Gewalt „nur“ Verteidigung der Revolution oder ob die Revolution eben doch gewaltvoll war. „Die lange Hoffnung“ ist auch ein Beitrag zur Rehabilitierung des verfemten Begriffs „Anarchismus“ (in Spanien „schlimmer als der Kommunismus“), dessen ehemalige AnhängerInnen und KämpferInnen - sofern sie überlebt haben - langsam alle wegsterben. Ihre Erfahrungen und Lebendigkeit sind hier festgehalten.

VoKü ist VoKü ist VoKü...
Sonntag, 04.02.2007, 20:00, vokü

ist wie immer am 1sten und 3ten Sonntag im Monat. Der gemütliche Treff für Punx, Automaten und Salon-Kommis, mit bio-vegan-anarcho Delikatessen.

Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936-2006
Montag, 05.02.2007, 18:00, Ausstellung und Vortrag

ab 18 Uhr Ausstellung ab 20 Uhr Veranstaltung "Rückgewinnung der Geschichte" mit Sören Brinkmann

Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936-2006 Unter den Ländern, denen erst in jüngerer Zeit der Übergang von einer Diktatur zur Demokratie gelang, stellte Spanien lange Zeit einen Sonderfall dar. Denn hier schien die demokratische Transition ohne eine öffentliche Aufarbeitung von politischer Repression und Gewalt vonstatten gegangen zu sein. Seit der Jahrtausendwende ist jedoch ein wahrhafter Erinnerungsboom zu beobachten, der sich in Forschung, Literatur und Massenmedien, aber auch in der von Bürgerinitiativen betriebenen Suche nach den schätzungsweise 30.000 bis heute Verschwundenen des Bürgerkrieges niederschlägt. Die Aufarbeitung ungesühnter Menschenrechtsverletzungen der Franco-Diktatur bedeutet eine substantielle Wende im Umgang mit der jüngeren spanischen Geschichte. Das Buch spannt den Bogen von den dreißiger Jahren bis in die Gegenwart. Im Angesicht des 70. Jahrestages des Bürgerkriegsbeginns hebt die Darstellung an mit einem ereignisgeschichtlichen Aufriß der Kriegsereignisse (1936-1939) sowie einer auf Basis der jüngsten Forschungsergebnisse erstellten Opferbilanz aus drei Kriegs- und knapp vierzig Diktaturjahren. Den Schwerpunkt des Buches bildet sodann die Erinnerungsgeschichte von Krieg und Repression in den vergangenen siebzig Jahren, die von deren propagandistischer Verzerrung während des Franquismus über jenen sprichwörtlichen Pakt des Schweigens der Transition seit 1975 bis zum Boom der zivilgesellschaftlichen Vergangenheitsarbeit in jüngster Zeit reicht.

Aus dem Buch "Kampf der Erinnerungen: Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936-2006" von Walther L. Bernecker/Sören Brinkmann

Durruti in der spanischen Revolution
Mittwoch, 07.02.2007, 18:00, Ausstellung & Film

ab 18 Uhr Ausstellung

ab 20 Uhr Film: Durruti in der spanischen Revolution (OmU). Dokumentarfilm von Paco Rios und Abel Paz. Spanien 1998, 55 Min. Produktion: Fundación Anselmo Lorenzo (FAL), Deutsche Fassung: FAU Leipzig

Veranstaltet von der FAU Freiburg

Anhand von Originaldokumenten zeichnet Regisseur Paco Rios das Leben des Metallarbeiters und Anarchisten Buenaventura Durruti nach.Es kommt nicht nur Durruti selbst zu Wort,sondern ebenso seine Lebensgefährtin Emilienne Morin und zahlreiche andere Zeitgenossen. Kurzweilig komponiert,bietet der Film einen anregenden ersten Einblick in die revolutionären Ereignisse vor 70 Jahren,in politische Ränke,die Zwänge des Krieges und Diskussionen in der Confederación Nacional del Trabajo (CNT)und der Federación Anarquista Ibérica (FAI).

VARSITY DRAG
Mittwoch, 07.02.2007, 22:00, konzert

The Varsity Drag aus Kalifornien ist die aktuelle Band von Ben Deily, dem Mann der neben Evan Dando auf den ersten drei (und somit den besten) Lemonheads-Platten Bass spielte und sich den Gesang teilte. The Varsity Drag sind demnach auch eine grandiose Mischung aus "Hate your friends" und zeitlosem poppigem Punkrock à la Descendents oder All, melodisch, frisch und charmant. Support ist noch unklar, kann also sein dass der Abend kürzer wird als gedacht, besser wird er sowieso.

www.myspace.com/varsitydrag

Gentechnik-Informationstour in Freiburg
Freitag, 09.02.2007, 20:00, Info

Film, Vortrag, Diskussion

Soli-Konzert für KTS und Ex-Steffi
Samstag, 10.02.2007, 22:00, konzert

Solange es noch Kapitalismus gibt braucht es autonome Zentren und andere Freiräume. Und diese brauchen manchmal auch Geld. Aus diesem Grund erwartet euch ein Soli-Special für das Next-Steffi-Projekt in Karlsruhe und die KTS.

Mit am Start am heutigen Abend sind:

"Homicidal Housepig" (Mannheim). Gespielt wird melodischer Punk-Hardcore mit female voice.

Weiter gehts mit "Stressfakor" (Landau/Pfalz). Die fünf Herren und eine Dame machen wütenden Hardcore-Punk.

Als drittes im Paket sind "Dora Diamant" (Karlsruhe). "Klingt wie EA 80 auf Aggro oder kennt Ihr Amen 81? Hier sind die Nachfolger."

Zu guter letzt "OvO" (Mailand). "Ovo sind eine zweiteilige verwendende Guitarre/Violine Cellos und Trommeln, die einen giftigen Schlamm mit einem unmißverständlichen Buttertoffeegeruch entleeren. Dieser Schlamm ist in übereinstimmung mit contemperous Schicksalverkäufern wie BORIS und dem MELVINS, mit der Hinzufügung von Vox stylings, die diese Aufzeichnung zu einem neuen Platz völlig nehmen. Die Töne, die Stephania Pedrettis von der öffnung kommen, während sie singt, gehen vom Lullabybonbon zu terrifyingly rohem in den kurzen Abständen" ... das meint jedenfalls die Übersetzungsmaschine zur letzten Platte von OvO und liegt damit gar nicht so falsch ...

www.homicidal.de

www.stress-faktor.de

www.dora-diamant.net

www.loadrecords.com/bands/ovo.html

Soliparty für die Strassenpunx
Sonntag, 11.02.2007, 22:00, konzert

Hi Leute, es is mal wieder so weit und ein geiles Konzert steht vor der Tür! Die erste Band, sie heissen Lipkick, ist eine pure Frauen-HC-Band, die ihr drittes Konzert geben und richtig toll abrocken. Als nächstes kommen Punk/Rock’n’Roller mit dem Namen Subversiv. Als Hauptact haben wir - zum 1.Mal in der KTS - die unglaublichen, weltberühmten, hammergeilen Gewohnheitstrinker! Also, 3 Freiburger Bands für 5€! Und ganz nebenbei können wir noch ein paar Geburtstagskindern gratulieren. Bis Sonntag

Konzi&party
Mittwoch, 14.02.2007, 22:00

Punk und Ska Fest heißt: Es geht wieder ab und zwar bis in die Puppen! Ab 22.00 spielt die einmalige Band „SkaLodrio“ aus Ortenburg bei Passau, eine sechser- Combo vom feinsten, welche süßesten Reggae mit den schnellsten Ska- und Ragga- Beats verfeinert. Zum abzappeln und zelebrieren eines Pogo-Rausch (bayrisch wie „SkaLodrio“ aber flüssiger) wird trashigster holländischer Punk-Rock aus den Boxen der „Kraakers“ (Groningen) schallen. Der Rest der Nacht wird eine Punky-Reggae Party vom feinsten, an der sich nach grooven und hüpfen gemütlich in die Couchs geflackt aber auch weitergezappelt werden kann. Nebst Cocktailbar werden lokale DjAnes eure verrücktesten (Musik-!) Wünsche erfüllen.

Konzi beginnt pünktlich!

Electronic masses support their local Antifa
Freitag, 16.02.2007, 21:00, party

Party auf zwei Floors mit DJ Rentmeister/Djane Medooza/DJ Housepunk

Freundinnen und Freunde feiner elektronischer Klänge können heute stundenlang die Tanzfläche okkupieren und ihren Schweiß in den Hallen der KTS verteilen. DJ Housepunk (Freiburg)wird tatsächlich seine üblichen Gefilde des PlasticPopUpClub verlassen! Und die Kanzel nicht, bevor er mit seinem Detroit Tech-Funk (u.a. vom Kultlabel „Underground Resistance“) gewaltig Bewegung in die Masse gebracht hat. Dazu wird DJane Medooza (Zürich) "apocalyptic and bass-heavy Electro" präsentieren, der sich eventuell nicht gewaschen hat. Düsterer Electro, Industrial Rock, House und Electro-Funk der Spitzenklasse sind angesagt: independent music for independent listeners. Ein weiterer Stern am Freiburger Elektronenfirmament wird diesen Abend das beste AZ der Galaxie erleuchten. DJ Rentmeister wird euch breakbeats á la newschool, oldschool und funky Art um die Ohren hauen, dass ihr sie nicht mehr putzen müsst. Wer wider Erwarten genug vom Tanzen und Lauschen hat, kann sich natürlich wie gewohnt bei leckeren Longdrinks erholen und wer richtig lange bleibt, darf sich dann vielleicht noch über zwei ganz besondere Gäste an den Turntables freuen!

Hand aufs Hertz - Support your local antifa!

Diskussionszyklus Kommunistische Dissidenz: Autonomia
Samstag, 17.02.2007, 16:00

Dieses Mal setzen wir direkt an den Diskussionen des letzten Monats über den italienischen Operaismus an und beschäftigen uns mit dessen „Nachfolgerin“, der Autonomia: In den Siebziger Jahren wird das operaistische Konzept des "Massenarbeiters" zunehmend vom „Gesellschaftlichen Arbeiter“ abgelöst.

In diesem theoretischen Ansatz wird der Kampf von der Fabrik auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet. Beispiele dafür sind Aneignungskämpfe wie Hausbesetzungen oder das "proletarische Einkaufen". Aber auch neue Themen beschäftigen die Bewegung: Feminismus, Ökologie, Subkultur, Drogen...

1977 erreicht diese vor allem jugendliche Bewegung in Italien ihren Höhepunkt. Der Staat reagiert auf diese Herausforderung mit brutaler Repression, was wiederum auf Seiten der Bewegung zu einer steigenden "Militarisierung" der Konfrontation führt. Ende der Siebziger werden in Italien tausende AktivistInnen verhaftet und hunderte gehen ins Exil. Die Autonomia erholt sich von diesem Schlag nicht mehr.

Wie immer sollen die Texte zur heutigen Sitzung gelesen sein und wie immer freuen wir uns auf alle, die mit uns diskutieren wollen.

La Banda Vaga

BREAK THE LAW BEFORE THE LAW BREAKS YOU!
Samstag, 17.02.2007, 20:00, Vokü + Party + Konzert

mit KIDD BLUNT (Irland) + HOLOCAUST IN YOUR HEAD (Barcelona) und DJ’s Seuchensepp (FR) und Tua madre ha il cazzo peloso (CH)

Freiburg ist wieder eine beschissene Polizeiburg, die Repression wird krasser und krasser und dieses System kotzt uns immer noch an! Gute Gründe für eine rotzige Party gegen alles was wir hassen und mit allem was uns Spaß macht, nämlich: Einer Gourmet - Vokü ab 20.00, Punkrock und Hardcore live, und anschliessend DJ-Party bis zum umfallen, nicht zu vergessen kaltes Bier, Pogo usw.

KIDD BLUNT aus Irland machen dreckigen HC/Punkrock und sind wahrscheinlich die erste irische DIY - Band, die Polizeiburg beehrt. Aus diesem Anlass werden wir feinstes irisches Uisge Beatha ausschenken. HOLOCAUST IN YOUR HEAD ist ein neues Projekt von ein paar Squattern aus Barcelona, die bereits mit anderen bands wie DISFACE u.a. bei uns waren.

Sie klingen wie Motörhead auf Speed und mit einer ordentlichen Portion Crust und Gewalt. Im Gegensatz zu vielen Tragedy-imitierenden Heulsusenbands eine nette Abwechslung! Den Rest der Nacht heizen euch die DJs Tua madre ha il cazzo peloso aus dem Tessin und Seuchensepp vom Wagenplatz gehörig ein, mit ultra Bad Taste bis Rock’n’Roll und Heavy Metal...

Wir versuchen noch einen Vortrag oder Filmmaterial zur momentan extremen Repression gegen Hausbesetzer in Barcelona zu organisieren und zeigen vielleicht ein paar Clips von den letzten Freiburger Aktionen seit Juli 2006, oder Updates zu Ungdomshuset, das ganze zwischen Vokü und Konzert. Macht euch auf Überraschungen gefasst und achtet auf Flyer!

Die Party geht zu Gunsten der Opfer der letzten Bullenrepressionen in Freiburg und anderswo.

VoKü ist VoKü ist VoKü
Sonntag, 18.02.2007, 20:00

... ist wie immer am 1sten und 3ten Sonntag im Monat. Der gemütliche Treff für Punx, Automaten und Salon-Kommis, mit bio-vegan-anarcho Delikatessen.

Apparatschnik - Die Antifakneipe
Mittwoch, 21.02.2007, 20:00

NPD - Profil einer faschistischen Partei

Über die derzeit wohl relevanteste Kraft des organisierten Neonazismus informiert die Antifa Freiburg an diesem Mittwoch. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, über die Erfolge bei Landtagswahlen bis hin zur Groteske rund um das missglückte Verbotsverfahren werden die ReferentInnen die älteste faschistische Partei der BRD-Geschichte umfassend beleuchten. War die NPD bis Anfang der 1990er Jahre nur eine Partei unter vielen, entwickelte sie sich begünstigt durch die Verbote von NF, FAP und Wiking Jugend zur "Avantgarde" der extremen Rechten und wurde zunehmend für das offen militante Spektrum attraktiv. Ihre konsequente und dauerhafte Bekämpfung ist eine der größten Herausforderungen der antifaschistischen Bewegung. Wie immer gibt es nach dem Vortrag Diskussionsmöglichkeiten. Im Anschluss dann unglaublich gute Musik bei kühlen Getränken und Knabberkram.

THE HOLY MOUNTAIN
Mittwoch, 21.02.2007, 22:00, konzert

The Holy Mountain aus Tampa/Florida (Ex-Combatwoundedveteran) liefern ein wummerndes Neocrustrockbrett, Hardcore wie er klingen muss: Schnelle, kompromisslose Songs, aber auch filigran sirrende Gitarren und düstere Melodien, und zur Abwechslung mal garnicht stumpf. So gut geduscht wie Tragedy, so gut manikürt wieFrom Ashes Rise, besser frisiert als Born Against - optimal!

theholymountain

Psychoanalyse der Deutschen
Donnerstag, 22.02.2007, 20:00, vortrag

Über die falsche Aufhebung des Subjekts

Die Psychoanalyse möchte sein die Wissenschaft von der Katastrophe im Subjekt, oder besser: die Wissenschaft vom Subjekt als der Katastrophe der Gesellschaft; was aber auf das Gleiche hinausläuft. Dabei kann sie sich nur verheddern und ins Stolpern kommen: einerseits, weil ihr Begriff von Gesellschaft der bürgerlichen Revolution verpflichtet ist, andrerseits, weil ihr Begriff vom Subjekt das Gegenteil und die Konsequenz vom Sturm auf die Bastille ist, d.h. die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942, nicht zuläßt. Das meint: Hatte Hitler eine Psyche? Oder war er nur die in einem Körper eingefleischte Gesellschaftsfunktion? (Das erkannte Johann Georg Elser, um ihn zu liquidieren.). Und was ist mit Eichmann? Was mit Baldur von Schirach? Und was mit Hans Frank, dem Generalgouverneur von Polen? Niklas Frank, sein Sohn, tut so, als hätte der Vater eine gehabt. Es ist dies eine Unterstellung, um zu verstehen. D.h.: um zu rationalisieren. Aber der Nazifaschismus hat die Bedingung der Möglichkeit zerstört, die Gesellschaft, wie immer auch ideologisch, als Interaktionszusammenhang, bei dem es auf Motivation noch irgend ankäme, sich intellektgerecht zurecht zu legen. Das trifft die Kategorie des Subjekts ins Mark. Nicht mehr kann sie, emphatisch, wie bei Sigmund Freud, als Anweisung darauf betrachtet werden, das "Ich" gegen seine angeborenen Feinde zu verwirklichen; vielmehr ist sie als die Inkarnation des Zwangs zur Identität zu verhandeln. Die Transformation der bürgerlichen Gesellschaft ins totale Mordkollektiv zeigt, daß das "Subjekt" keineswegs der Ort freier Selbstbestimmung und vernünftiger Spontaneität ist, sonder nur eine juristische, eine politökonomische Kategorie des Warentausches, eine Kategorie des BGB. Wie die Ware, das hat Alfred Sohn-Rethel gezeigt, unterm identischen Preisschild den Naturprozeß stillstellt und als Realabstraktion verfährt, so zwingt das Subjekt als vom Staat mit Gewalt bewehrte "fictio juris" (Marx) und d.h. Realfiktion, das konkrete Individuum, der kontrafaktisch unterstellten Identität (und Kontinuität) des freien Willens sich anzubequemen, d.h. sich, als Natur, stillzustellen. Da kochen die Ressentiments auf, nicht zuletzt auch der antisemitische Wahn. Deutschland, der Mordzusammenhang, setzt die Psychoanalyse außer Kraft. Die Psychoanalyse scheitert an Deutschland, gerade im Verhältnis von "Massenpsychologie und Ich-Analyse". Hätte es anders kommen können, wenn Freud die Hegelsche Kategorie des "Volksgeistes" analysiert hätte? Wenn er Goldhagen hätte lesen können? Man weiß es nicht. Was man aber gewiß weiß, das ist, daß die postfaschistischen Erben des Mordkollektivs die Psychoanalyse negativ aufgehoben haben: Es gab keine Rache für Auschwitz, und wenn das Gesetz der Äquivalenz aufgehoben ist, dann ist alles möglich. Wie im bösen Traum.

Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (www.isf-freiburg.org).

DANSE MACABRE & I KNEW IT: Hurray & PERTH EXPRESS & FLUID
Samstag, 24.02.2007, 22:00, konzert und disco

Yippie! DANSE MACABRE schaffen es endlich nach Freiburg um uns in den trauten Hallen mit ihren ehrwürdigen Melodien zu beglücken. Wunderbarer ChaoScreamo mit klugen Texten, da muss kein Wort mehr verloren werden. Mit im Gepäck haben sie ein ganz besonderes Sahnestückchen: I KNEW IT: HURRAY! Die Vier sind ebenfalls aus Trier und präsentieren genialen Indie-Rock mit einem Touch kater-intellekto-Punkostyle. Obendrauf gepackt noch die Leckerlis PERTH EXPRESS und FLUID, erstere aus Leipzig und Umgebung mit ordentlich rockendem chaotisch-düsterem Hardcore zwischen Botch, His Hero Is Gone und Zann, zweitere aus der selben Zone, aber doomiger à la Neurosis etc. Für alle, die sich danach noch auf den Beinen halten können gibt es die Gelegenheit sich ihrer endgültig durch extravagante moves zu entledigen.

Disco in der KTS!!! Im großen Raum präsentiert euch den absolut genialsten Trash der 80er und der 90er die legendäre Yokotsuno. Zuvor aber wird euch DJ Laika den gehobenen Geschmack der Szene präsentieren: alternativeindydiscogitarrenelektropop vom feinsten. Doch damit nicht genug: im kleinen Raum werden Tarlon & Don Camalia, die zusammen als Lucifer Mob die Plattenteller unsicher machen, die Luft zum glühen bringen. Von Punk über Elektropunk zu Drum&Base bis die ersten Strahlen der Sonne definitiv vom Sonntag künden... Partyunterstützung gibt es vom Infoladen Trier, für die und mit denen wir heute fleißig feiern werden.

www.danse-macabre.de

www.iknewit.de

www.myspace.com/perthexpress

www.myspace.com/plombe

www.infoladen.de/trier

„Mit dem Islam Schluß machen...“
Sonntag, 25.02.2007, 20:00, vortrag

Über einige Grundlagen und Irrwege der Islamkritik

1966 schrieb die Situationistische Internationale an die revolutionären Bewegungen aller Länder, daß sie nicht nur mit dem „Vorwand Palästina“, sondern auch „mit dem Islam Schluß machen müssen, einer offenkundig konterrevolutionären Kraft wie alle religiösen Ideologien“. Daraus ist nichts geworden, 40 Jahre später ist nicht nur der „Vorwand Palästina“ als Hass auf das für alle Übel der Welt verantwortlich gemachte Israel weltweit verbreitet wie nie, auch die islamische Konterrevolution ist in Form von Suicide Bombing, Hasspropaganda und Tugendterror und auf dem Vormarsch. Von einer radikalen Kritik dieser Entwicklung ist dagegen kaum etwas übrig geblieben. Stattdessen findet ein Kampfbegriff wie „Islamophobie“ immer weitere Verbreitung, der Islamkritik in die Nähe von Rassismus rückt oder gar „Antiislamismus“ als den „neuen Antisemitismus“ sieht. Aber durchaus vorhandenen reaktionären Tendenzen der Islamkritik kann nicht durch die haltlose These eines „eigentlich“ friedlichen und toleranten Islams begegnet werden. Sinnvoller und für eine kritische Analyse wichtig ist es dagegen, den weit verbreiteten „orientalistischen“ Trugschluß zu vermeiden, Muslime oder „islamische“ Gesellschaften seien vor allem religiös geprägt und so etwa durch Koranlektüre zu verstehen. Dies entspricht der Tendenz, sich in „postideologischer“ Zeit immer mehr von kritischer und universalistischer Gesellschaftsanalyse zu verabschieden und statt dessen alles auf „Kultur“ zurückzuführen. So dient der „Islam“ nun als ausreichende Erklärung für alles, von den Zuständen im Nahen Osten bis zum „Integrationsunwillen“ der MigrantInnen. Letzterer kam in dieser Perspektive etwa in der „Vorstadt-Intifada“ in Paris zum Ausdruck, die als Ausblick auf das kommende „Eurabien“ gedeutet wird, die Vorherrschaft des Islams in einem Europa, das untergehen und aussterben wird - falls es nicht bald seine Kultur“ wiederentdeckt, zu der neben dem Patriarchat vor allem die Religion gehört. In diesem von verschiedensten Seiten bedienten Kulturkampf-Spektakel gibt es nichts zu gewinnen, aber jede Menge an Kritikfähigkeit zu verlieren. Schon weiter führt da ein Begriff wie „Islamfaschismus“, bezeichnet er doch eine besondere Form eines globalen und modernen Phänomens, nicht den archaischen Ausdruck einer fremden und fernen Kultur. Dabei erweist sich der Islamismus bei näherer Betrachtung als ebenso „links“ wie „rechts“, lassen sich doch so ziemlich alle linken Irrwege erkennen, von der leninistischen „Avantgarde“ bis zur anarchistischen „Propaganda der Tat“, vom völkischen Antiimperialismus bis zur „antikapitalistischen“ Zinskritik. Mag die Avantgarde der globalen Konterrevolution auch im islamischen Gewand daherkommen, so muß ihre Kritik auch ebenso den „Westen“ und seine linken Feinde umfassen.

Vortrag (und ein wenig Multimedia!) mit anschließender Diskussion. Es spricht Jonny Weckerle, der in diversen linken Zusammenhängen in Freiburger aktiv ist und zum Thema studiert hat.

Der gediegene Abend
Mittwoch, 28.02.2007, 20:00, schlemmen

Die Maulwuerfe laden mal wieder zu einem Drei Gaenge Menu mit netter Begleitmusik. Alles vegan, alles lecker alles gediegen und mit frisch gewaschenen Tischdecken.

Aktueller Koraktor
Koraktor September 2020 (PDF)
29.09.2020, 18:30
Demo 1 mal 1
10.10.2020, 18:30
Demo 2 mal 2
24.10.2020, 18:30
Demo 3 mal 3
Aktueller Koraktor
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Koraktor Cover September 2020