Veranstaltungen Januar 2008
METAL NIGHT
Donnerstag, 03.01.2008, 20:00, Konzert

Headbanger aufgepasst: Heute wird’s in der KTS mal wieder laut! Mit dabei sind PESSIMIST (Thrash Metal), ANCHONY (Thrash/Death/Heavy Metal) DEAF AID (Death Metal) und VALNIR (Symphonic Black Metal).

Aktionsvorbereitungstreff zum Thema Leiharbeit
Freitag, 04.01.2008, 18:00

FAU-Freiburg Ortsgruppen Treff

LEIHBUDEN und SKLAVENHÄNDLER, nehmen immer mehr zu und verschärfen die eh schon prekäre Situationen. Wir wohlen uns gegen LEIHARBEIT, DUMPINGLÖHNE und MIESE ARBEITSBEDINGUNGEN zur Wehr setzen. Vorbereitung zu Aktionstage, Standrundgang, ... Wir freuen uns auf weitere Mitstreiter_Innen!

Wir kriegen nur wofür wie kämpfen!

http://www.fau.org/ortsgruppen/freiburg/

Three Kings Jam
Samstag, 05.01.2008, 22:00

Das 5. Three Kings Jam in der KTS wird präsentiert vom Esperanza Sound.

Reggae,Dub,Ska,Balkan
Es werden Live Bands & Soundsystems aufspielen und den drei Königen alle Ehre erweisen. Kommt zahlreich schwingt Eure Füsse in den KTS Keller und los geht’s:

Tribuman & Jammin Orchestra/F Reggae/Jungle/JAzz/Ska
Jahsen J’uts- Lilzé & Melodiemann/D Rootsreggae
Volfinq/F Dub/Electro
Jahtari/D Reggae/Dub/DLR
Riot Sound/CH Reggae/Dancehall
Esperanza Soundsystem/D finest Reggae/heavy Dub/crazy Balkan

www.esperanza-soundsystem.eu

Café révolté
Mittwoch, 09.01.2008, 20:00, Cafe und Vokü

1. KTS-Backgammon-Turnier und Vokü (mitschnippeln ab 16 Uhr)

Radikal Dub Kollektive meets Esperanza Sound
Donnerstag, 10.01.2008, 22:00, Konzert und Party

Dub und Reggae aus Zagreb und Freiburg

Gathering of the Southern Systems
Freitag, 11.01.2008, 22:00, Goa Party

Die Vernetzung der südlichen psychedelischen Tribes steht bei diesem Festival im Vordergrund. Mehr als 30 unterschiedliche Gruppierungen werden mit Ihren musikalischen wie auch Kunstproduzierenden Abgesandten an diesem Wochenende nach Freiburg pilgern, um Erstmalig gemeinsam in Erscheinung zu treten. Das gesamte Spektrum psychedelisch-elektronischer Tanzmusik (bei manch einem werden bei dem Begriff Goa wohl eher die Glocken läuten) wird auf 3 Floors präsent sein, mehr als 40 Djs und Live Acts werden die Meute zum zappeln bringen und mehrere Deko und Performance Teams werden einen Augenschmaus servieren. Das ganze wird von BMSS (Bruder Mond Schwester Sonne) veranstaltet und wird illustre Musiker wie Alexsoph, Boom Shankar, Olien (Live), Marco Scherer, Psyground (Live), Psysmael, Khelben, Tassili, Nagmanda oder Astral Gnomix (Live) aus Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich zu Gast haben. Obligatorisches wie Chai und Chill sind natürlich auch vorhanden... Join the Family!

Apparatschik - die Antifa-Kneipe
Mittwoch, 16.01.2008, 20:00

Am 27. Januar 1945 befreiten Angehörige der Roten Armee die letzten Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz, in dem über eine Million Menschen ermordet wurden. Auschwitz wurde zum Synonym für den industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Andernorts setzten die TäterInnen ihr mörderisches Werk länger fort: Das kleinere, in Oberösterreich errichtete KZ Mauthausen, das einzige Vernichtungslager im "Reichsgebiet", wurde buchstäblich bis in die letzten Tage des zweiten Weltkrieges am Laufen gehalten - erst kurz vor dem Eintreffen amerikanischer Einheiten am 5. Mai 1945 verließen die Wachmannschaften der SS das Lager. Mauthausen wurde zum Ziel der Todesmärsche, auf die die Häftlinge aus anderen KZs geschickt wurden. Über 120.000 Menschen wurden in Mauthausen ermordet. Die Dokumentation aus dem Jahr 2005 zeigt den erschreckenden Umgang der lokalen Bevölkerung mit der Geschichte des Ortes. Eine krude Mischung aus Ignoranz und Verharmlosung ist selbst dort noch wirksam und schirmt von jeder Wahrnehmung des Grauens ab, wo dieses Grauen unmittelbar ins Auge fallen müsste: Man wohnt in den Häusern ehemaliger SS-Offiziere und scherzt über deren Gasheizung; man verkehrt im damaligen Stammlokal der faschistischen KZ-Aufseher und schätzt die Gedenkstätte vor allem als touristische Attraktion. Von Auseinandersetzung mit der Geschichte fehlt in dem Land, das sich als "erstes Opfer" des Nationalsozialismus fühlt, ebenso jede Spur wie von Empathie für die Ermordeten und Gefolterten. Die Arglosigkeit, mit der die heutigen BewohnerInnen Mauthausens über Zwangsarbeit und Mord scherzen, macht aus dem Konzentrationslager ein "folkloristisches Requisit", das mehr beschwatzt als beschwiegen wird. Die Dokumentation verstört, weckt Empörung ebenso wie Unglauben; vor allem aber zeigt sie die vielen Formen verfehlter und gescheiterter Auseinandersetzung mit der Geschichte in den Ländern der nationalsozialistischen TäterInnen.

Kritik zum Frühstück
Samstag, 19.01.2008, 12:00

Seminar: Staatstheorie und Staatskritik mit Info Elbe von der rote ruhr-uni.

Metal Invasion
Samstag, 19.01.2008, 19:00, Konzert und Party

Einlass ist ab 19h, beginnen soll die Sache pünktlich (!!) um 20h. Eintritt: 6€

Die Vollbedienung in Sachen Metal gibt’s heute in der KTS. Bei einer Bandbreite von Melodic Thrash Metal bis Death/Grind dürfte für jeden Metal-Fan etwas dabei sein! Aufspielen werden: L’estard, die Todesschwadronen aus Friedrichshafen steht seit 2002 für lupenreinen Death Metal, mörderische Mid-Tempo Grooves, kompromisslose Blastattacken und eingängige Songstrukturen vereint zu einem absolut bangkompatiblen Klanggewitter. Diese vier Jungs sind längst keine Unbekannten mehr in Süddeutschland und haben sich durch ihre zahlreichen brachialen Liveshows bereits einen sehr guten Ruf erspielt. Britney, spaßiger Death/Grind aus Basel, ein Ohrenschmaus, der sich ins Hirn prügelt.

Frohlocket: Männercore, der singt im Chor Untot tötend steigt empor Phallus wie ein Ofenrohr Schmerzvoll prügelnd in dein Ohr

Edgecrusher „Fetter Thrash Metal mit einer Nuance Death Metal ...“ (powermetal.de) „ ... mörderische Grooves ..“ (bloodchamber.de) „KRAWUMMS!“ (metal.de) „Gnadenlos alles in Grund und Boden grollende Thrashmetalriffs ...“ (hellionrecords.de)

Lysis aus Lahr im Schwarzwald mischen Melodic Deathmetal der schwedischen Schule mit Elementen aus Hardcore, Thrash- und Blackmetal. Den Stil könnte man vielleicht am ehesten als Melodic Deathcore bezeichnen. Seit knapp einem Jahr spielen die Jungs Shows, bereits mit Bands wie Misanthropic wie auch mit Hardcoreformationen wie Make it Count. Die Texte sind meist persönlich gehalten, verfallen dabei aber nicht typische Szeneklischees. Ephemeral machen seit Anno 2005 aktiv Krach und versuchen mit ihrer süßen Thrashcore-Melodei harte Metalherzen zu erweichen. Dabei geht es nicht bloß um Thrash, nein sie bedienen sich auch an Ideen anderer Knüppelorgienklangfarben, um mit obszönen Grimassen am Metalfirmament zu erleuchten.

Nie wieder Eintopfsonntag!
Sonntag, 20.01.2008, 20:00, Vokü

Das neue Jahr bringt eine 2te Crew in die Kombüse der KTS. Und während im Keller völlig besoffene Smutjes den Johann Lafer zu Grünkohl verarbeiten, schwärmen frustrierte Altautonome am Buffet von den guten alten Zeiten, als die Plenas noch produktiv waren und Spaß machten. Und irgendwelche vermummten Neo-Hippies planen die nächste Fahrrad-Abseilaktion von der StraBa-Brücke gegen die Fanta-Preiserhöhung in der KTS. Blinder Aktionismus wird diesmal aber mit Nachtisch-Entzug bestraft.

Heute gibt gute Oldschool-VoKü mit bio-regio Wintergemüse, knüppelpunkrockhart ohne Matschepampe. Wer’s selber machen will kann zu Hause bleiben...

Cafe Revolte
Mittwoch, 23.01.2008, 20:00, Cafe und Infoveranstaltung

Heute gibt es im café revolté einen thematischen Abend über criticl mass, als Vorbereitung auf die erste criticl mass in Freiburg die am 25.01 um 16:00Uhr stattfinden wird (Treffpunkt: ecke Belfortstr./ Adlerstr.). Es gibt den kurzen Film „still we ride“ aus den USA der sich viel mit Repression gegen Critical mass auseinandersetzt. Danach wird es noch einen kurzen Vortrag geben und hoffentlich eine spannende Diskussion. Mehr Infos über critical mass gibt es auf Seite...

Volk 1.0 gegen Stasi 2.0 ?
Freitag, 25.01.2008, 20:00, Infoveranstaltung

Zum 1. Januar 2008 trat die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Die Proteste dagegen beliefen sich zumeist auf staatsaffirmatives Hoffen auf das gute Bundesverfassungsgericht oder dem Verlesen des Grundgesetzes, dem Singen des urdeutschen Liedes "Die Gedanken sind frei" ("Ich denke was ich will und was mich beglücket, doch alles in der Still’, und wie es sich schicket.") und vor allem dem Ausmachen des Innenministers Schäuble als demokratiezerstörenden Einzeltäter (inklusive unvermeidlicher Nazivergleiche wie "SSchäuble" und vor allem den allgegenwärtigen Stasi 2.0-Aufklebern).

Wenn Schäuble seine Zwangsvorstellungen über Staat und Ordnung so weit ausleben kann, stellt sich allerdings eine Frage, die von den vernehmbarsten Anti-Schäublisten gern übergangen wird: Warum steht keine breite gesellschaftliche Bewegung gegen den Ausbau von Überwachungsmaßnahmen wie es sie in den 80ern gegen die Volkszählung gab? Warum gibt es zu Schäubles Schutz des Staates vor der Gesellschaft kein Pendant, die Gesellschaft vor dem Staat zu schützen?

Sich Schäuble und die Stasi aufs Emblem zu heben, greift scheinbar taktisch das breite Bedürfnis nach Schuldigen und Skandal auf, um dann die komplexeren Zusammenhänge nachschieben zu können. Praktisch werden die Bedürfnisse damit affirmiert, und in den Pressemitteilungen fehlen sie auch schon wieder: Statt darauf einzugehen, dass die Bevölkerung nach hartem Durchgreifen verlangt, werden steile Thesen darüber aufgestellt, dass das Innenministerium Anschlagsrisiken übertreiben würde, um seine Pläne durchzubekommen. Dabei wurden die Verschärfungen der Inneren Sicherheit immer besonders geräuschlos durchgewunken, wenn es nicht um Terror ging, etwa beim Ausbau des kleinen BGS zur riesigen Bundespolizei oder bei der Ausweis-Biometrie.

Stasi 2.0? Nein, ganz einfach Volk 1.0, Standardausgabe. Wer in der Zeitung über seine Nachbarn lesen will, was sie für sexuelle Gepflogenheiten haben oder wie gemeinschaftsfeindlich sie sich der unkorrekten Mülltrennung schuldig machen, der hat wenig Skrupel, was einen starken, schützenden Staat angeht.

Schreien Sie bitte nur, wenn Sie getroffen wurden.

Shut Up Club
Freitag, 25.01.2008, 21:00, Party

Ihr freut euch sicher auch schon wieder alle! Denn heute Abend spielt in eurem Lieblings-Club zu allem Überglück auch noch die Electro-Grrrls-Punk-Band zOSCH aus Köln. Ein eindrucksvoller Mix aus Electro, Riot-Grrrl-Punk und ner ordentlichen Klatsche voll Spass. Die Girlz n´Boys legen einen Party-Stop auf dem Weg zum Ladyfest in München ein, um dem KTS-Kneipen-Dancefloor mal wieder ordentlich einzuheizen. Anschließend legt DJ Classless Kulla aus Berlin auf. Elekto-Uffz-Uffz-Uffz Uffz-Weekk-Weekk-Uffz-Uffz, Hip-Hop,... Fun, Tanz und Party Garantiert.

www.classless.org/ www.myspace.com/zoschgrrrls

KTS Hausparty
Samstag, 26.01.2008, 20:00, Hausparty

Heute Abend wird euch in der KTS was ganz besonderes geboten. Alle Freunde der guten und tanzbaren Musik werden heute Abend ihre Freude haben. Zuerst werden green:downstairs mit einem lässigen Mix aus Jazz, Funk und Pop für Stimmung sorgen. Diese Band ist eine Formation aus jungen Musikern der Breisacher Umgebung, die nach ihrer Welttournee durch Tokyo, Chicago und London nun endlich auch die güldenen Hallen der KTS zum swingen bringen. (www.myspace.com/greendownstairs ) Danach wird die Kombo Shuffles aus Freiburg mit ihrem „groovy mixture between jazzy house and electro Funk“ die altehrwürdigen Räume der KTS zum Kochen bringen. Ab 1:00 wird auf dem großen Floor Drum und Bass aufgelegt (dj netto , dj treason, mc fava ) während im kleinen Raum werden Zoo.TV (Freiburg Zoo) und 12.Bit Wunder (beachMeister) mit ihrem Mix aus Funk und was sonst noch gefällt für gute Stimmung sorgen. Wer vom tanzen Durst bekommt wird diesen mit exquisiten Coctails stillen können.

Montag
Montag, 28.01.2008, 22:00, Party

DIE CHARTS aus Hamburg sind einmal Schneller Autos Organisation plus einmal Amtrak. Die Gitarren über Bord geworfen, dafür mit Orgel, Piano, Beats und viel Stimme unterwegs. Macht dann so was wie Post–Kaufhaus–zu–zweit–Unterhaltung meets Welttheater im Drei–Minuten–Format meets Dramatik in der Disko. Oder anders: Synthiepop in der Tradition von Peter Licht und Konsorten, nur besser! Dazu unglaublich gute Texte über Alltag, Pop und sowas ähnliches wie Politik. Letzten Juni haben sie ihre erste LP „Die guten und die schlechten Zeiten sind vorbei" rausgebracht, aufgenommen von K. Hamann alias Click Click Decker. DES ARK aus Durham haben eine bewegte Bandgeschichte hinter sich. Angefangen hat die Band um Gitarristin Aimee Collet Argote als Quartett von dem nach kurzer Zeit nur Tim Herzog (Drums, Ex-Milemarker) übrigbleibt. Als Duo veröffentlichen Des Ark zwei Platten und touren intensiv durch Nordamerika. Als auch Herzog die Band verlässt wird Des Ark vorerst zum Solo-Projekt Argotes. Mit neuer Schlagzeugerin (Ashley Arnwine) gibt es von Des Ark 2007 wieder Lebenszeichen. Die Split mit Ben Davis & the Jetts „Battle of the Beards“ (Lovitt Records) wird veröffentlicht. Im Herbst folgt das Europa-Release des 2005er Albums „Loose Lips Sink Ships“ (produziert von J. Masics von Dinosaur Jr.) auf The Company With The Golden Arm und schließlich Anfang 2008 die Europatour. Des Arks Musik klingt wie der Spagat zwischen rauheren Noise- , Indie-Folk und klaren Singer/Songwritermomenten . Erinnert dabei an PJ Harvey, Shellac und einschlägige Saddle Creek Produktionen gleichermaßen, ohne dabei auch nur einen Funken Eigenständigkeit einzubüßen. Oder anders: „Des Ark is a “Holy shit! This is crushingly sexy, intense, and intelligent!” kind of band.“ Also Fernseher aus, aufstehen, vorbeikommen und besser mal nicht verpassen....los geht’s um 22.00 Uhr. Pünktlich!!! www.myspace.com/desark www.diecharts.de

Bio oder Business?
Mittwoch, 30.01.2008, 20:00, Infoveranstaltung

Mit Susann Reiner des Regenwaldinstituts Freiburg, AktivistInnen aus dem Vorbereitungskreis zum Klima Aktionscamp 2008 und einem Filmemacher von cine rebelde

Mittwoch 30. Januar im Café Révolté der KTS, Baslerstr. 103 20h - Volksküche (vegan & bioregional) anschließend: Vortrag, Diskussion und Café Ambiente

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Bio oder Business? Der Wahnsinn des Geschäfts mit dem Agro-Treibstoff

Vor einigen Wochen wurde mit Gästen aus Wirtschaft und Politik die erste Bioethanol Tankstelle des Freiburger Mineralölunternehmens Extrol am Güterbahnhof feierlich eröffnet. Vertreter aller regionalen Medien waren vor Ort und haben den Werbeslogan von Extrol kommentarlos übernommen: „Umwelt schonen – CO2 neutral Autofahren“.

Angeblich um der Energieversorgungskrise und dem Klimawandel entgegen zu wirken, haben die USA, die EU und weitere Industrieländer Richtlinien und minimale Ziele für die Beimischung von „Bio“treibstoffen zum Sprit festgelegt. Die plötzliche und gewaltige Nachfrage nach Feldfrüchten wie Mais, Zuckerrohr oder Weizen, die zu Ethanol destilliert und Ölfrüchten wie Soya, Ölpalmen und Canola, die zu „Bio“diesel umgewandelt werden, hat einen riesigen, boomenden Markt entstehen lassen. Dieser Markt bezieht seine Ressourcen hauptsächlich in den tropischen Gebieten, jenseits der europäischen Grenzen.

Doch die Behauptungen „Bio“-Kraftstoffe seien eine Lösung für den Klimawandel oder würden neue Möglichkeiten für arme Länder anbieten, entpuppen sich derzeit zunehmend als zynische Heuchelei. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass sie die Klimakrise und die sozialen Missstände weltweit verschärfen werden.

Die Vorsilbe „Bio“, die vom griechischen Wort „Leben“ stammt, ist völlig unangebracht für eine solche Zerstörung von Leben. Agrotreibstoffe ist ein viel zutreffenderes Wort um das zu beschreiben, was tatsächlich passiert: Weltweite Landenteignungen in einem beispiellosen Ausmaß. Millionen Menschen werden oder sollen aus Flächen der Größe ganzer europäischer Länder vertrieben werden. Tropische Regenwälder und wichtige CO2-Senken wie die indonesischen Torfwälder werden in atemberaubendem Tempo zerstört und durch Monokulturen ersetzt. Wassermangel und steigende Lebensmittelpreise sind nur einige der daraus resultierenden Konsequenzen.

Die haupttreibende Kraft hinter dem Geschäft mit dem Agrotreibstoff ist einerseits eine mächtige Allianz von Erdölmultis, Biotechfirmen, Agrarunternehmen, Autokonzernen, Großgrundbesitzern und Investoren und andererseits auch das grüne, klimaschonende Image des „Ökosprits“.

Der Markt der Agrotreibstoffe befindet sich noch im Entwicklungsstadium. Obwohl die gesamte NGO Welt von Rettet den Regenwald bis Caritas das Geschäft mit dem Ökosprit scharf verurteilt, wird diese Entwicklung ohne massiven Widerstand und einer starken Bewegung, eine soziale und ökologische Verwüstung verursachen, die schnell irreversibel sein könnte.

Im Jahr 2007 haben in Brasilien 2.000 Frauen von der bäuerlichen Bewegung Via Campesina eine Eucalyptus Baumschule mit einer Million Setzlinge des Zelluloseriesen Aracruz mitsamt Forschungslabor verwüstet. Zuckerrohrfabriken wurden ebenfalls besetzt. Die Vervierfachung des Tortillapreises in Mexiko innerhalb weniger Wochen hat wütende Massenproteste ausgelöst. Grund dafür war der plötzliche Mais Importeinbruch aus den USA, weil dieser in immer größeren Mengen für die Treibstoffproduktion (Ethanol) verwendet wird. In den Industrieländer erleben wir möglicherweise die Anfänge einer Klimabewegung.

Am Mittwoch Abend werden wir über diese Hintergründe informieren und diskutieren. Zu Gast ist Susann Reiner des Regenwaldinstituts Freiburg, die uns unter anderem über die Konsequenzen des Palmölanbaus in Indonesien und Kolumbien berichten wird. Außerdem sind AktivistInnen aus dem Vorbereitungskreis zum Klima Aktionscamp 2008 da, sowie ein Filmemacher von cine rebelde, der von seiner Recherchearbeit für einen Dokumentarfilm zum Thema Agrartreibstoffe berichten wird.

Mittwoch 30. Januar, 20h im Café Révolté der KTS, Baslerstr. 103 ab 20h Volkxküche (bioregional und vegan) anschließend Vortrag und Diskussion

Mehr Informationen: http://klimacamp.org http://biofuelwatch.org.uk http://regenwald-institut.de http://cinerebelde.org

Aktueller Koraktor
Koraktor Februar 2020 (PDF)
17.02.2020, 18:00
Lesekreis: Feminismus für die 99%
19.02.2020, 20:00
KüfA mit Kneipe - Schlemmen für ’nen Solizweck
19.02.2020, 21:00
Verdrängung hat viele Gesichter
20.02.2020, 18:00
Gefangenenschreiben
20.02.2020, 22:00
Raven Auf Freitag
23.02.2020, 15:00
Café Libros
25.02.2020, 22:00
Dubwohnzimmer
26.02.2020, 21:00
Catisfaction // Morbid Scum
29.02.2020, 13:00
Liebe im Kapitalismus
29.02.2020, 20:30
Dub’n’Roll’n’lctrpnk’n’pommes (gegen Atomindustrieprojekte).
22.03.2020, 15:00
Café Libros
29.03.2020, 15:00
Foucault Workshop